Sex ist gesund?!

Sex soll gesund sein – kann das wirklich sein? Wurden wir nicht vor allem vor ungesunden Folgen von Sexualität gewarnt, vor Krankheiten, ungewollten Kindern, zwischenmenschlichen Komplikationen? Umgekehrt ist zu hören, dass zu wenig Sex der Gesundheit schaden soll. Im Web kursieren z.B. Übergewicht, Bluthochdruck, eine geringere Lebenserwartung, ein erhöhtes Krebs- und Herzinfarktrisiko als mögliche negative Folgen. Was ist da dran?

Was wohl sicher ist: Sex kann die Auswirkungen der Stresshormone Cortisol und Adrenalin verringern und hat insofern (wie andere körperliche Aktivitäten auch) eine gesundheitsförderliche Wirkung. Beim Sex werden außerdem schmerzlindernde Endorphine und das Kuschel- und Glückshormon Oxytocin ausgeschüttet. Das kann für gute Gefühle und ein Stimmungshoch sorgen – eine Garantie dafür gibt es bekanntlich aber nicht. Und so richtig lange hält‘s ja auch nicht an.

Um gesund zu leben, gibt es viele Hebel und Ansätze – guter Sex kann einer davon sein. So setzt die WHO sexuelle Gesundheit in einen Zusammenhang mit Wohlbefinden und Lebensqualität – respektvolle Beziehungen ohne Zwang, Diskriminierung und Gewalt dabei vorausgesetzt. Was eindeutig ist: Beziehungen können unter sexuellen Unstimmigkeiten leiden. Ob die Prostata unter zu wenig Sex leidet, ist dagegen eher unklar …

Zum Weiterlesen: Darum ist regelmäßiger Sex gesund (AOK-Gesundheitsmagazin)

Text: Gunter Neubauer, SOWIT